follow me around porto

Seit unserem Barcelonaaufenthalt ist bereits ein Monat vergangen- das bedeutet, dass sich unser Roadtrip quer durch Spanien und Portugal langsam, aber doch dem Ende zuneigt. Mister R und ich befinden uns gerade in Combria, der drittgrößten Stadt Portugals und wir genießen die letzten Tage unserer Reise in vollen Zügen, bevor es am Freitag für zwei Tage ab in die Heimat geht. Danach steigen wir noch einmal in den Flieger, um eine Woche Sonne zu tanken, bevor dann nach einem Jahr Herumreisen mehr oder weniger freiwillig wieder der Ernst des Lebens beginnt- doch mehr dazu am Montag. Im vorerst letzten Reisebericht unseres Roadtrips berichte ich von unserem dreitägigen Aufenthalt im pittoresken Städtchen Porto.

Während unserer einmonatigen Reise war es bisher immer heiß und zwar so dermaßen heiß, dass ich aus Erfahrung widerlegen kann, dass kaltes Duschen Cellulite lindert. Ja, richtig gehört, ich, die normalerweise siedend heißes Wasser verwendet, bis mein ganzer Körper rot aufquillt, habe eiskalt geduscht und das sogar freiwillig! In Porto, nur 300 Kilometer von Lissabon entfernt, änderten sich die Temperaturen jedoch schlagartig und so verwarf ich das mit dem kühl duschen wieder ganz schnell. Es war nämlich kalt. So richtig. Eiskalt. Was für ein Glück, dass ich mir ein paar Tage zuvor bei etwa 40 Grad Celsius zu Mister R’s Unverständnis einen kuscheligen Winterschal zulegte- als hätt ich’s schon geahnt (da wären wir wieder einmal bei meinen überirdischen Kräften)! Zwar gehört erwähnt, dass das Thermometer, beziehungsweise die Wetter App in Porto immer noch rund 23 Plusgrade aufwies (sehr kühle 23 jedoch!!!) und immer noch einige Menschen in kurzen Shorts herumstrawanzten, ich jedoch fror so richtig und fürchte mich seitdem sehr vor den bevorstehenden Monate, in denen ich zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder einmal die kalte Jahreszeit, die ich so ganz und gar nicht vermisste, miterleben werde. Ich bin nämlich ein absoluter Sommermensch -so lange die Sonne scheint ist alles gut quasi- und werfe meiner lieben Mama immer noch vor, dass sie mich nicht in Äquatornähe in die Welt gesetzt hat. Tja, das Wetter war also zum ersten Mal im Zuge unseres Roadtrips nicht fabelhaft- sprich es hatte nicht jeden Tag über 35 Grad- doch anstatt weiterhin über das Wetter zu schwafeln, gibt’s nun ein kleines Follow me around Porto, denn ich genoss unseren Aufenthalt trotz eisiger Kälte in vollen Zügen und kann euch einen kleinen Citytrip in die zweitgrößte Stadt Portugals, die zudem als Namensgeber des Landes gilt, nur mit gutem Gewissen empfehlen.

Tag 1

Egal ob New York, Istanbul, San Francisco oder Amsterdam- Der erste Tag eines Citytrips sieht bei mir im Grunde immer gleich aus und zwar nutze ich ihn, um einen ersten Eindruck des mir noch unbekannten Ortes zu bekommen. Kurz: Ich schlendere herum, ohne auch nur einen Blick in den Reiseführer gemacht zu haben und versuche das zu tun, was die (vermeintlich) Einheimischen auch tun.

So gönnten wir uns ein superleckeres Frühstück im Café Cashina Boutique Cafe, trieben ohne Ziel und Hektik in den Straßen der Altstadt Portos herum, aßen dann und wann eine landestypische Kleinigkeit (unbedingt Franceshina probieren!), beobachteten die Menschen rund um uns und warteten mit Spannung, was sich hinter der nächsten Straßenecke verbirgt. Wir spazierten den Fluss Duormo entlang, schlenderten über die Brücke auf die andere Seite, von wo sich hervorragend postkartenähnliche Fotos knipsen lassen, wanderten bis zur Festung hinauf und gingen über die ganz hohe Brücke zurück in die Altstadt, wo wir im Café Duas de Letra köstlichen Kuchen aßen. Als wir am Abend den Reiseführer durchblätterten, stellte sich heraus, dass wir im Grunde schon sehr viel von den empfohlenen Dingen gesehen hatten, den Rest nahmen wir uns für die nächsten Tage vor.

Tag 2

Wir frühstückten in der Galerias Lumiére, einer kleinen Halle mit dutzenden gemütlichen Stühlen und Tischen, die von einigen kleinen Cafés umringt sind, wo unter anderem Crêpes und Waffeln angeboten werden. Danach gingen wir in die nahegelegene Buchhandlung Livraria Lello e Irmão. Diese soll Internetquellen zufolge J. K. Rowling’s Inspiration für Hogwarts gewesen sein und als ich den Laden betrat, wusste ich sofort warum. Zwar ist das Geschäft sehr klein, aber gleichzeitig unheimlich urig und gemütlich und wir verloren jegliches Zeitgefühl während wir wohl stundenlang in den vielen verschiedenen Büchern schmökerten. Man zahlt übrigens drei Euro Eintritt, die man jedoch bei einem Einkauf gutgeschrieben bekommt. Danach hab ich einen supersüßen Concept Store entdeckt, wenn ich mich nicht irre hieß er The Feeting Room. Dann ging’s weiter zum Markt, der meiner Meinung nach nicht recht besonders ist. Im Maus Habitos, einem wirklich empfehlenswerten Lokal inklusiver toller Terrasse, aßen wir zu Mittag. Gestärkt schlenderten wir zurück in die Altstadt, vorbei an prunkvollen Kirchen, bunten Häusern und leerstehenden Bruchbuden. Am Nachhauseweg machten wir noch einen kleinen Abstecher in die Markthalle Mercado Bom Sucesso, in der unglaublich leckere Dinge wie Sushi, Burger, Suppen, Gebäck und vieles mehr angeboten werden.

Tag 3

Wir holten uns zum Frühstück aus einer kleinen Bäckerei süße portugiesische Köstlichkeiten wie Pasteis de Nata und Bolas de Berlim und fuhren mit der blauen Metrolinie bis zur Station „Mercado“ in Richtung Strand. Von da aus geht man zwar noch etwa 20 Minuten bis zum Meer, dafür gibt’s dort für diejenigen, denen der Atlantik zu kalt ist, einen richtig tollen Pool direkt am Strand. Schwimmbäder wie diese habe ich bisher nur von Instagrambildern aus Australien und Madeira gekannt- umso erfreulicher, dass es diese auch am europäischen Festland gibt. Das raue Meer und die unzähligen Möwen, die wohl Tag ein Tag aus im Winde tanzen, erinnerten mich ein wenig an Brighton und weil es so schön war, habe ich beschlossen, heuer endlich wieder mal nach England zu fahren. Nun gibt’s noch ein paar Fotos.

2 Kommentare

  1. Avatar 21.08.2015 / 3:11 pm

    das ist wirklich ein ganz toller Bericht :) Heute ging auch mein Porto Diary endlich online – schon lustig, dass wir heuer einen ziemlich ähnlichen Urlaubt hatten :)

    Alles Liebe, Theresa

    • Carina
      Carina
      Autor
      22.08.2015 / 10:15 am

      Jaa echt witzig :D Nur die Vietnamreise fehlt bei mir, vielleicht nächstes Jahr!
      Bis Bald

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