bye 2018

2018 hatte es in sich. Ich habe viel gelacht und geweint. Ich habe mich entliebt. Nach über acht Jahren. Lange Zeit dachte ich, dass es eine Beziehung für immer ist. Die Trennung war ein langer Prozess und es tat weh. Ich zog aus aus unserer gemeinsamen Wohnung und wohne seitdem das erste Mal überhaupt alleine. Anfangs fühlte ich mich einsam. Ich lud mir ständig Menschen ein und hatte viele Dates. Ich schlug mir die Nächte um die Ohren und lebte exzessiv.  Mir wurde mehr denn je bewusst, was im Leben wirklich zählt. Ich habe jeden Moment richtig ausgekostet und zelebriert- die guten, wie die schlechten. Ich war bis oben hin vollgestopft mit Gefühlen und hab mich ins Leben fallen lassen. Ich habe mir einen neuen Namen zugelegt und höre seitdem auf Ina. Neuer Name, neues ich.

Im Frühling habe ich mich Hals über Kopf verliebt. Seitdem ist jeder Tag so unglaublich wundervoll und intensiv.

Im Sommer habe ich meinen Vollzeitjob gekündigt. Ich habe die Struktur, die ich mir in den Jahren davor aufgebaut habe, hingeschmissen und auf mein Bauchgefühl gehört. Ich erfüllte mir einen großen Wunsch und machte einen Monat lang ganz alleine Urlaub in New York. Es war so abenteuerlich, ich bin über mich hinausgewachsen und habe wieder mehr zu mir selbst gefunden. Ich habe endlich meine Quaterlifecrisis überwunden und fühle mich seitdem unzerstörbar.

Ich hatte den Sommer meines Lebens, lebte im hier und jetzt und tat das, worauf ich Lust hatte. Ich war viel feiern, habe mir unüberlegt neue Tattoos stechen lassen und ein paar Weekend Getaways nach Berlin, Neapel und in die Berge unternommen. Ich habe einen Roadtrip in die Toskana gemacht und im Herbst war ich in Marokko. Ich habe den jour fixe, ein allfreitägliches Brunchdate, eingeführt und ein Friendsgiving Dinner geschmissen. Ich hatte das erste Mal einen eigenen Christbaum und schlafe jeden Tag unendlich dankbar und glücklich und zufrieden ein und wache jeden Tag unendlich dankbar und glücklich und zufrieden auf. Ich freue mich auf die nächsten Tage und Wochen und Jahre und bin so gespannt und aufgeregt, was das neue Jahr bereithält.

„2018 was a weird year because I was somehow living my best life and my worst life at the same time“. Danke für jeden einzelnen Moment.

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