life lately: may & june 2018

Mein letztes life lately ist sage und schreibe zweieinhalb Monate her und ich habe nicht einmal eine halbwegs gute Ausrede parat- shame on me! Die letzten Monate, wenn nicht sogar das gesamte letzte Jahr, war ziemlich verrückt und wild und intensiv- tbh nicht nur im positiven, sondern auch im negativen Sinne. Manchmal spürte ich zu viel und wusste gar nicht, wohin mit meinen ganzen Emotionen. Eine Sekunde später funktionierte ich wiederum nur und fühlte mich leer. Ich war rastlos, habe ungesund gelebt, viel geraucht und noch mehr getrunken. Ich betäubte mich, um zu spüren, dass ich lebe. Ich habe gemacht, worauf ich Bock hatte, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich war viel feiern, danach straight in die Arbeit. Irgendwann gewöhnt sich der Körper daran. Ich wollte nicht schlafen und schon gar nicht alleine sein. Ich habe Menschen zu mir nach Hause genommen, nur um in Gesellschaft zu sein. Ich sehnte mich nach Haut und Nähe, führte vertrauliche Gespräche mit Wildfremden und war anderen wiederum gleichzeitig so distanziert, wie ich es gar nicht von mir kannte und so sehr ich mich auch bemühte, schaffte ich es nicht, mich so zu öffnen, wie ich es gern hätte wollen. Es fühlte sich manchmal ein wenig an, als bestünde ich aus zwei unterschiedlichen Personen. Aber ich habe das Gefühl, dass meine gesamte Situation gerade am Entschärfen ist. Ich finde wieder immer mehr zu mir selbst, bin gelassener und nehme alles wie es kommt. Ich akzeptiere mich und meine unterschiedlichen Seiten und nehme mich wieder immer öfter so an, wie ich bin. Ich blicke aufgeregt in die Zukunft und freue mich auf alles, was demnächst kommt. Nach zwei Jahren Vollzeitjob bin ich seit Anfang Juli wieder ein freier Mensch. Ich möchte im Herbst endlich meine Magisterarbeit in Angriff nehmen, aber davor bin ich jetzt mal in New York. Für vier Wochen. Ganz alleine. Es fühlt sich gut und richtig an. Ich möchte Rooftopbars erkunden und ganz viele Bagels essen. Ich möchte unvernünftig viele Iced Coconut Matcha Lattes trinken und verrückte Kleidungsstücke kaufen. Vielleicht lasse ich mir einen neuen Haarschnitt verpassen, vielleicht ein neues Tattoo. Ich hab tausend Pläne, aber keinen konkreten und das fühlt sich gut an. Heute ist morgen.

Bevor ich jetzt aber noch weiter mein Herz ausschütte, gibt’s jetzt noch mein life lately im klassischen Sinne:

Getan: Die letzten Monate waren im Grunde ziemlich unaufregend, aber ich habs sehr genossen. Ich hab mir mit meinen Freunden die lauen Sommernächte um die Ohren geschlagen und das Leben gefeiert. Ich hab neue Menschen kennengelernt, die mein Leben sehr bereichern. Und ich war viel an der Sonne und im Wald.

Gelesen: Ich hab in letzter Zeit wieder einige Bücher gelesen. Besonders gut gefallen hat mir „Verficktes Herz“. Mehr Buchtipps gibt’s demnächst in einem eigenen Blogpost.

Gekauft: Gekauft habe ich mir in letzter Zeit ganz bewusst sogut wie gar nichts, weil ich erstens ohnehin weniger besitzen möchte und zweitens in New York ganz bestimmt einiges shoppen werde. Außerdem hab ich mir vorgenommen, keine Sommerkleidung mehr zu kaufen, weil ich ohnehin viel zu viel davon hab. Stattdessen möchte ich eine neue Jeansjacke, eventuell sogar eine weiße (zum Beispiel diese hier oder diese).

Gegessen: Wien ist seit einigen Monaten um ein neues, wundervolles Restaurant reicher und zwar dem In-Dish, wo “Progressive Indian Cuisine” angeboten wird. Ich hab mich unlängst mit einer Freundin quer durch die Speisekarte gekostet und hab jedes einzelne Gericht geliebt.

Geplant: Jetzt steht erst einmal New York an und das werde ich in vollen Zügen genießen. Danach möchte ich mir unbedingt wieder einmal einen Tag Zeit nehmen, meinen gesamten Kleiderschrank zu entrümpeln. Ich möchte weniger besitzen und all das weggeben, was ich in letzter Zeit nicht getragen habe. Ich möchte nur mehr die Dinge besitzen, die ich auch wirklich mag. Und drei Lippenstifte und drei Nagellacke sollten eigentlich auch reichen. Schon alleine die Vorstellung ist befreiend und macht mich glücklich.

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