my 4-day soup cleanse with jarmino

Vergangene Woche hab ich mal wieder das Projekt Detox gewagt. Wie es mir ergangen ist, erzähl ich euch im Folgenden.

Tag 1:
Während ich voriges Jahr ein paar Tage lang nur Säfte zu mir genommen hab (hier gibt’s den Bericht zum Nachlesen), stehen dieses Mal vier Tage lang Suppen auf dem Speiseplan. Und zwar 24 Stück, sechs pro Tag. Das Ganze nennt sich souping, klingt zumindest schon mal ganz schön fancy. Die Suppen sind in Gläsern portioniert, bestehen zu 100% aus Bio-Zutaten und kommen ganz ohne Zusatzstoffen und dem ganzen Pipapo aus. Soweit sogut, schaden kann’s zumindest nicht. Ich hab das Suppen-Paket von Jarmino übrigens über die Lieferei zur Verfügung gestellt bekommen. Normalerweise würd sich der Preis für die vier Tage auf 129,90 Euronen belaufen.

Ähnlich wie im vorigen Jahr, starte ich auch dieses mal völlig unvorbereitet das Projekt Detox. Von wegen beim zweiten Mal ist man immer gescheiter! Um völlig unvorbereitet näher zu definieren: Ich hab die letzten vier Tage in Italien verbracht und tagein tagaus la dolce vita vom Feinsten praktiziert. Sprich: Weil Entscheidungentreffen noch nie zu meinen Stärken gezählt hat, gabs nicht Pizza oder Pasta, sondern Pizza und Pasta. Und das jeden Tag. Mit ein, zwei oder sieben Gläschen Aperol versteht sich. Und natürlich drei Kugerl Eis als Mitternachtssnack, ich bin ja im Urlaub. Ja im Gönnen bin ich gut! Aber wer wie Gott in Frankreich oder wohl eher wie das Carinchen in Italien leben kann, kann sich auch vier Tage lang ausschließlich von Suppen ernähren. Balance is alles. Quasi.

Am ersten Tag erging es mir zu meinem eigenen Verblüffen nicht einmal schlecht. Auf die letzte Suppe hab ich sogar vergessen, weil ich ganz und gar nicht hungrig war. Zweimal pro Tag gibt’s übrigens Gemüsebrühe, später eine mit Karotten, eine mit Süßkartoffeln, eine mit Roter Beete und einmal einen Belugalinseneintopf. Geschmacklich find ich alle gut.

Tag 2:
Suppe am Morgen ist ehrlich gesagt schon ein bisserl fad. Normalerweise zelebriere ich frühstücken immer so richtig und bereite mir Kokosjoghurt mit Banane, Heidelbeeren und dem ganzen Schnickschnack zu und einen Matcha mit Milchschaum. Da kann eine heiße Gemüsebrühe leider nicht ganz mithalten. Anyway, ich versuche, mich auf die positiven Dinge zu konzentrieren. Zum Beispiel hab ich plötzlich unheimlich viel Zeit. Und so schaff ich es vorm Arbeiten sogar noch, meine ganze Wohnung zu putzen. Auch nicht schlecht.

Auch der zweite Tag verläuft relativ unspektakulär und das Hungergefühl hält sich in Grenzen. Nur das Kauen geht mir ab, deswegen kann ich den Linseneintopf, der schon jetzt zu meinem Favoriten mutiert, kaum noch erwarten. Am Abend bin ich mit einer Freundin verabredet und wir gehen vorbeugend spazieren. Wären wir in einem Lokal gesessen, hätte ich nämlich für nichts garantieren können. Man weiß ja nie.

Tag 3:
Heute habe ich das erste Mal richtig Hunger. Ich bin etwas unkonzentriert, was eventuell auch daran liegt, dass ich in der Arbeit viel zu tun hab. Und weil ich nicht nur ziemlich hungrig, sondern zudem auch noch ungeduldig bin (gefährliche Kombi!), habe ich mir richtig die Zunge verbrannt und zwar so richtig mit Bläschen und allem drum und dran. Carinchen as its best!

Eigentlich bin ich ja der toleranteste Mensch ever. Es stört mich nicht einmal, wenn in der Bim mein Gegenüber beginnt, sich Pickel auszudrücken. Aber wenn es um Schmatzgeräusche geht, hört der Spaß auf. Darauf reagiere ich sehr, nennen wir es sensibel. Misophonie lässt grüßen. Ich hab da in den letzten Jahren eine Methode entwickelt und zwar schmatze ich in solchen Situationen dann einfach mit. Deswegen habe ich immer einen Apfel dabei. Als Selbstschutz sozusagen. Nachdem ich aber heute weder einen Apfel, noch sonst was essen darf, hege ich meiner knäckebrotkauenden Arbeitskollegin gegenüber Mordgedanken. Mein Suppengeschlürfe kommt dagegen leider nicht an, egal wie sehr ich mich auch bemühe.

Am Abend bin ich auf einem Event, wo es Schnitzel und Champagner gibt und ich beschließe, eine Ausnahme zu machen. Einmal ist keinmal oder so. Deswegen mit Kaiserschmarrn zum Nachtisch. No risk no fun. Danach gehe ich dafür joggen. Leicht angeheitert, weil ich gar nichts vertragen hab.

Tag 4:
Der vierte Tag geht wieder richtig schnell vorüber. Ich habe irrsinnig viel Zeit, immerhin steht kein Einkaufen, kein Kochen und kein Abwasch an der Tagesordnung. Am Abend beginne ich dann trotzdem, Rezepte zu googeln und mir einen Essensplan für die kommende Woche zu erstellen. Und ich bereite mir Overnight-Oats vor, damit ich morgen gleich nach dem Aufwachen was zu essen hab.

Ich hab mich nicht auf die Waage gestellt, weil ich keine Batterien habe. Aber ich hab das Gefühl, dass mein Bauch etwas dünner geworden ist. Großartig, weil dann hab ich jetzt wieder Platz für Pizza und Pasta. Hab ich schon erwähnt, dass Balance alles ist?

* In Kooperation mit Lieferei

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