life lately: october 2016

Jetzt bin ich schon wieder ganze zwei Monate in Wien- ein Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Und während ich diese Zeilen tippe, fühle ich mich furchtbar alt, denn Sätze wie diese kommen nur aus Münder alter Menschen. Apropos alt: Immerhin werd ich im November ein viertel Jahrhundert. Doch jetzt geht’s erstmal um den Oktober, here we go!

schönbrunn

Getan: Prinzipiell mag ich den Herbst. Ich mag es, meine Pullis feierlich aus den mit Winterkleidung prallbefüllten Kisten zu packen. Ich mag das Rascheln unter den Füßen, wenn man über den mit bunten Laub bedeckten Boden geht. Ich mags, wenn ich mich mit Zeitschriften eindecke, mir abends eine Duftkerze anzünde, eine Tasse Tee trinke und mich in eine flauschigen Decke einwickle. Ich mag Maroni und Kürbisse und heiße Schaumbäder, bei denen die Haut runzlig wird. Doch die Realität sieht meistens ganz anders aus: Zu Beginn des Monats hat mich eine fiese Erkältung heimgesucht, aber stur wie ich bin hab ich sie besiegt, ohne bettlägerig zu werden, indem ich die Wehwehchen einfach gekonnt ignoriert hab. Obs vernünftig ist, bezweifle ich, aber besser unvernünftig als krank. Ich vermisse das Licht, die Tatsache dass ich bei Dunkelheit das Haus verlasse und bei Dunkelheit nach Hause komme und das die nächsten Monate andauern wird, macht mich verrückt. Genau wie im vorigen Herbst und im Herbst davor und im Herbst davor schmiede ich Pläne, wohin ich auswandern könnte. Und so haben der Boy und ich beschlossen, zumindest über Weihnachten und Silvester ins Warme zu fliehen, wenn auch nur für 10 Tage. Wir fliegen nach Israel und Jordanien, das letzte Abenteuer ist ohnehin schon wieder viel zu lange her und ich kanns kaum mehr erwarten. Bis dahin versuche ich das Beste aus der kalten Jahreszeit zu machen und wenn ich so zurückblicke, hab ich das im Oktober eigentlich ganz gut hingekriegt: Mit dem R war ich spontan ein Wochenende in Krakau, ich hatte Besuch von meiner kleinen Schwester, war im Wüstenhaus und bei einer Ausstellung von Martin Parr. Ich hab mir mit einer Freundin im Rabenhof die Tagespresse Show angesehen und von der Arbeit aus haben wir ein Escape Game gemacht.

Gefreut: Meine Gebete wurden offensichtlich erhört, denn endlich haben wir einen Monki in Wien! Ich freu mich so sehr und hab auch schon fleißig zugeschlagen. Jetzt brauchen wir nur noch Topshop, Urban Outfitters und & other stories.

Gefragt: In welcher Welt leben wir, wo Trump womöglich zum Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wird?

Geplant: Das kommende Wochenende düse ich in die Schweiz, genauer gesagt nach Zürich zu meiner lieben Freundin Lorraine, die ich vor genau zwei Jahren während meinem Auslandssemester auf La Réunion kennengelernt hab. Ich freu mich schon so, sie endlich wiederzusehen, das letzte Mal ist schon wieder viel zu lange her. Ja und ansonsten möchte ich endlich das Projekt Kleiderschrank in Angriff nehmen, denn die provisorischen Regale und Kisten in unserer Wohnung gehen mir schön langsam ziemlich auf den Geist. Ach ja und wie oben bereits erwähnt, feiere ich im November meinen Geburtstag und wer mich kennt weiß, dass ich Geburtstage liebe- allen voran selbstverständlich meinen eigenen. Deswegen ist bei mir das Wort Geburtstag ganz dezent untertrieben, vielmehr müsste es stattdessen Geburtsmonat heißen und deswegen lass ichs mir im November immer noch besser gehen als die restlichen Monate. Mein Geburtstagswochenende werde ich heuer gemeinsam mit dem R im Loisium in der Südsteiermark verbringen und ich kanns jetzt schon kaum erwarten, endlich wieder ein Wochenende mit süßem Nichtstun zu verbringen.

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