life update: why I moved to berlin

Magisterarbeit schreiben, Job finden und im Zuge dessen wohl oder übel sesshaft werden- meine Vorsätze fürs neue Jahr. So viel sollte ich machen, obwohl ich eigentlich mehr wollen will anstatt zu müssen.

Normalerweise fühlt sich die Welt immer ein kleines Stückchen besser an, wenn ich Listen schreibe. So, als wüsste ich, was zu tun ist. Heute macht mir die Liste angst. Ich zerreiße das Blatt Papier, jedes Wort, jeden Buchstaben. Es kribbelt in mir, ich bin aufgeregt, verliere ein Stück Verlorenheit.

Kurze Zeit später finde ich mich wieder. In Berlin. Ich mag Anfänge. Sie sind so aufregend. Das Gefühl, alles ist möglich, kein Ende ist in Sicht.

Doch es ist mir bewusst, dass es ein Aufenthalt auf Zeit ist. Denn im Grunde flüchte ich davor, erwachsen zu werden. Das Ende vom Anfang. Der Anfang vom Ende?

Ich habe mir vor Ort eine Wohnung gesucht. Es fühlt sich so gut an, hier zu sein. Berlin hat mich schon immer fasziniert. Weniger die Stadt an sich, sondern vielmehr das Lebensgefühl, die Berlinern, die Scheißdrauf-Attitüde. Genau das brauch ich jetzt. Erwachsen werden hat noch Zeit.

Alles ist möglich. Das „ich muss“ und „ich sollte“ mach ich mir im Grunde ja nur selbst. Ich will nicht darüber reden wo ich war und nachdenken wohin ich will, ich will bleiben. Ich will kein Ziel haben, ich will das Ziel sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.